16/07/2026
„Warum ausgerechnet Gesundheitsberufe?"
Das werde ich fast in jedem Erstgespräch gefragt. Und die Antwort hat nichts mit Steuerrecht zu tun.
Das Steuerrecht wird immer umfangreicher und spezieller.
Daher sind neben dem Steuerwissen besondere Branchenkenntnisse gefragt, um individuell beraten zu können und nicht nur in der (Steuer-)Verwaltung hängen zu bleiben.
Im Jahr 2019 habe ich mir daher die Frage gestellt, was macht mir Spaß? Wo möchte ich in 10 Jahren stehen? Welche Branche liegt mir? Und wo kann ich meine Stärken einsetzen?
Ich habe mich daran erinnert, dass ich 1998 bis 2002 als Teamleiter einer Steuerkanzlei in Mannheim 30 bis 40 Arztpraxen betreute. Dies habe ich sehr gerne getan und so habe ich mich entschlossen eine Weiterbildung zum Fachberater für das Gesundheitswesen zu machen.
2020 habe ich die erforderliche Prüfung erfolgreich absolviert und mich jedes Jahr in diesem Fachwissen fortgebildet (wie es für den Titel auch Voraussetzung ist). Was ich damals gesehen habe, sehe ich bis heute: Menschen, die fachlich Weltklasse sind – und trotzdem allein dastehen, wenn es um ihre Zahlen geht. Die einen Berater haben, der ihre Steuererklärung macht. Aber keinen, der ihre Praxis versteht.
Deshalb habe ich zusätzlich zur Steuerberater-Qualifikation die Prüfung zum Fachberater für das Gesundheitswesen (DStV) abgelegt. Nicht, weil es gut auf der Visitenkarte aussieht. Sondern weil ich nicht länger raten wollte, wie eine Praxis funktioniert.
Heute begleite ich Ärzt:innen, Zahnärzt:innen und Heilpraktiker:innen – bei der Steuer, aber genauso bei der Frage, wo sie in zehn Jahren stehen wollen.
Das ist kein Zusatz. Das ist mein roter Faden.
💬 Und du? Was hat dich in deinen Beruf gebracht? Erzähl es mir in den Kommentaren.