19/10/2026
Zwei verabschiedete Gesetze regeln den erweiterten internationalen Austausch von Finanz- und Kryptodaten. Eine Zustimmung des Bundesrats ist nicht erforderlich, weil es sich um Einspruchsgesetze handelt.
Mit der Zusatzvereinbarung vom 8. Juni 2023 zur Mehrseitigen Vereinbarung vom 29. Oktober 2014 wird der gemeinsame Meldestandard CRS der EU erweitert. Neben Bank- und Depotkonten, bestimmten Versicherungsverträgen und Beteiligungen an Investmentunternehmen werden künftig unter anderem bestimmte elektronische Geldprodukte, digitales Zentralbankgeld, bestimmte Krypto-Derivate und kryptoinvestierende Investmentunternehmen erfasst.
Das zweite Gesetz setzt die Mehrseitige Vereinbarung vom 8. Juni 2023 zum Melderahmen für Kryptowerte um. Ausgetauscht werden sollen unter anderem Namen, Anschrift, Ansässigkeitsstaaten, Steueridentifikationsnummer und Geburtsdatum der Nutzer sowie Angaben zu Kryptowerten und Transaktionen. Deutschland unterzeichnete die Vereinbarung im November 2024 mit 26 weiteren Ländern. Die Daten erhalten ausschließlich die zuständigen Steuerbehörden und werden nicht veröffentlicht.