Bundesverband der Lohnbuchhalter e. V.

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In einer Amateurliga wurde bei einem Fußballspiel ein Spieler gefoult und hat sich das Schienbein gebrochen. Von seinem ...
20/07/2026

In einer Amateurliga wurde bei einem Fußballspiel ein Spieler gefoult und hat sich das Schienbein gebrochen. Von seinem Gegenspieler wollte er dafür den Verdienstausfall ersetzt bekommen.

Dies lehnte das Landgericht Ellwangen jedoch ab. Bei einem Fußballspiel müsse man mit Verletzungen rechnen. Dem Beklagten war eine Verletzungsabsicht nicht nachzuweisen.

Minijobber können Stunden- oder Monatslohn beziehen.Beim Stundenlohn wird jede geleistete Stunde vergütet, beim Monatslo...
13/07/2026

Minijobber können Stunden- oder Monatslohn beziehen.
Beim Stundenlohn wird jede geleistete Stunde vergütet, beim Monatslohn erhält der Minijobber dagegen jeden Monat denselben Lohn. Meist sind bei diesem Modell feste Arbeitstage und regelmäßige Arbeitszeiten festgelegt.

Die aktuelle Verdienstgrenze bei Minijobs liegt bei 603 Euro, also 7.236 Euro im Jahr.
Wie viele Stunden ein Minijobber arbeiten darf, hängt von dem vereinbarten Stundenlohn ab, unabhängig davon, ob Stunden- oder Monatslohn vereinbart wird.

Wird ein Minijobber nach Stunden bezahlt, kann es zu schwankenden Verdiensten kommen. Zu beachten ist hierbei, dass die Verdienstgrenze von durchschnittlich 603 Euro im Monat eingehalten wird. Dabei kann der Verdienst in einzelnen Monaten höher oder niedriger ausfallen.

Aber auch ein Arbeitszeitkonto ist bei Minijobbern möglich, hier kann bei gleichbleibendem Monatslohn flexibel gearbeitet werden.

Grundsätzlich soll der Urlaub auch der Erholung dienen. Jedoch kommt es immer wieder mal vor, dass man während des Urlau...
08/07/2026

Grundsätzlich soll der Urlaub auch der Erholung dienen. Jedoch kommt es immer wieder mal vor, dass man während des Urlaubs oder kurz davor erkrankt. Welche Auswirkungen hat dies nun auf den Urlaub bzw. darf man während der Krankschreibung auch verreisen?

Es gilt: Wenn ein Arbeitnehmer während des Urlaubs erkrankt und auch arbeitsunfähig ist, dann werden die entsprechenden Urlaubstage nicht auf den Jahresurlaub angerechnet. Die Arbeitsunfähigkeit muss jedoch durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Wird man während eines Auslandsaufenthaltes arbeitsunfähig, dann muss der Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit, deren voraussichtliche Dauer sowie der Aufenthaltsadresse informiert werden.

Wenn man bereits vor Urlaubsbeginn erkrankt, stellt sich die Frage, ob man die Reise trotzdem antreten darf. Zu beachten ist, dass arbeitsunfähige Beschäftigte alles unterlassen müssen, was die Genesung gefährden oder verzögern könnte. Somit hängt es vom Einzelfall ab, ob eine Reise zulässig ist. Es kommt darauf an, ob der Heilungsprozess beeinträchtigt wird oder ggf. sogar gefördert wird. Ein Erholungsurlaub könnte somit auch der Genesung dienen. Es empfiehlt sich, dass man sich ärztlich bestätigen lässt, dass die geplante Reise der Genesung nicht entgegensteht.

Aus der jährlichen Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung geht ...
27/06/2026

Aus der jährlichen Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung geht hervor, dass 44 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland 2026 Urlaubsgeld erhalten.
Die Analyse beruht auf einer Online-Befragung des Internet-Portals www.lohnspiegel.de, in der rund 50.000 Beschäftigte im Zeitraum Mai 2025 bis Mai 2026 befragt wurden.

Der wichtigste Faktor, ob Urlaubsgeld bezahlt wird oder nicht, ist die Tarifbindung.
So erhalten 73 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Unternehmen der Privatwirtschaft ein Urlaubsgeld, ohne Tarifvertrag sind es dagegen nur 35 Prozent.
Wobei in Ostdeutschland (33 Prozent) seltener Urlaubsgeld gezahlt wird als in Westdeutschland (46 Prozent).

Frauen sind auch weiterhin beim Urlaubsgeld benachteiligt. Männer erhalten mit 49 Prozent häufiger Urlaubsgeld als Frauen mit nur 38 Prozent.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Größe des Unternehmens, da die Wahrscheinlichkeit, Urlaubsgeld zu erhalten, mit zunehmender Beschäftigtenzahl steigt.
In Großbetrieben mit über 500 Arbeitnehmer erhalten 61 Prozent die Sonderzahlung, in mittleren Betrieben 50 Prozent und in kleineren Betrieben mit unter 100 Beschäftigten sind es hingegen nur 37 Prozent.

Ein Arbeitnehmer hatte gegenüber dem Arbeitgeber die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, die zur Berechnung d...
25/06/2026

Ein Arbeitnehmer hatte gegenüber dem Arbeitgeber die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, die zur Berechnung des geldwerten Vorteils zwingend erforderlich zu wenig km angegeben. Der vom Arbeitgeber ermittelte, steuerpflichtige Nutzungsvorteil war daher zu niedrig bemessen und die abgeführte Lohnsteuer zu gering.

Der Arbeitnehmer übernahm die gleichen Kilometerangaben in seine Einkommensteuererklärung und erfüllte damit den Tatbestand einer Einkommensteuerhinterziehung gem. § 370 Abs. 1 Nr. 1 AO.
Dies entschied das Niedersächsische Finanzgericht mit Urteil vom 21. Januar 2026 (Az. 3 K 78/24).

Eine Steuerhinterziehung begeht derjenige, der den Finanzbehörden über steuerlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht und dadurch Steuern verkürzt.

Das Betriebsklima kann durch gemeinsames Fußballschauen verbessert und gefördert werden.Falls alle Arbeitnehmer eingelad...
23/06/2026

Das Betriebsklima kann durch gemeinsames Fußballschauen verbessert und gefördert werden.
Falls alle Arbeitnehmer eingeladen sind und sich der Teilnehmerkreis überwiegend aus Betriebsangehörigen und deren Begleitpersonen zusammensetzt, kann eine Betriebsveranstaltung vorliegen. Steuerfrei sind aber nur zwei Veranstaltungen im Jahr mit Zuwendungen je Arbeitnehmer bzw. Arbeitnehmerin bis zu einem Freibetrag von 110 Euro.

Seit 1. Januar 2026 ist zusätzlich zu beachten, dass für die Anwendung der Pauschalbesteuerung von 25 Prozent bei steuerpflichtigen Zuwendungen anlässlich von Betriebsveranstaltungen gesetzlich klargestellt ist, dass die Teilnahme allen Arbeitnehmenden des Betriebs oder Betriebsteils offenstehen muss. Eine Pauschalierung für reine Führungskräfte Events ist damit ausgeschlossen.

Keine Bewirtung liegt vor bei der Gewährung von bloßen Annehmlichkeiten in geringem Umfang zum Verzehr im Betrieb (zum Beispiel Getränke, unbelegte Backwaren, Erdnüsse, Chips). Solche Aufmerksamkeiten ersetzen regelmäßig keine Mahlzeit und können vom Arbeitgeber steuerfrei gewährt werden.

Denkbar sind darüber hinaus auch weitere Arbeitgebergaben und Geschenke zur Weltmeisterschaft. Dafür kommt zum Beispiel die Ausgabe von T-Shirts oder Trikots an die Mitarbeiter und die Gewährung von Eintrittskarten in Betracht. Für die Besteuerung solcher Vorteile bietet sich zunächst die monatliche Sachbezugsfreigrenze in Höhe von 50 Euro an.

Für größere Geschenke oder falls Unternehmen – zum Beispiel aufgrund geschäftlicher Verbindungen in die Austragungsländer - Mitarbeitende und/oder Kunden direkt zu Spielen der Fußball-WM 2026 einladen möchten, bietet sich die Pauschalbesteuerung nach § 37b EStG an. Dadurch erhalten Unternehmen die Möglichkeit, die Besteuerung als Einladender zu übernehmen.

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie hätte bis zum 07.06.26 umgesetzt werden müssen. Die Bundesregierung hat allerdings d...
15/06/2026

Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie hätte bis zum 07.06.26 umgesetzt werden müssen. Die Bundesregierung hat allerdings diese Frist verstreichen lassen und möchte bis Anfang 2027 die Richtlinie in deutsches Recht umsetzen.

Das fehlende nationale Umsetzungsgesetz schützt Arbeitgeber aber nicht vor den Anforderungen der EU-Richtlinie. Denn die neue Richtlinie gilt ab dem 08.06.26 für öffentliche Arbeitgeber direkt. Für private Arbeitgeber gilt, dass sich Arbeitnehmer (solange kein deutsches Umsetzungsgesetz vorliegt) gegenüber einem privaten Arbeitgeber nicht auf die EU-Richtlinie berufen können.

Allerdings werden deutsche Gerichte wahrscheinlich bestehendes Recht richtlinienkonform, also im Sinne der EU-Entgelttransparenzrichtlinie auslegen.

Der I. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) geht davon aus, dass ein Gesellschafter-Geschäftsführer einen betrieblichen Pkw ...
08/06/2026

Der I. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) geht davon aus, dass ein Gesellschafter-Geschäftsführer einen betrieblichen Pkw auch privat nutzt. Dies ist auch der Fall, wenn keine vertragliche Regelung über eine Privatnutzung geschlossen wurde. Ein im Anstellungsvertrag des Geschäftsführers ausdrücklich vereinbartes Nutzungsverbot ändert lt. BFH daran nichts.

Vor allem ist dies der Fall, wenn der Geschäftsführer kein Fahrtenbuch führt, keine organisatorischen Maßnahmen getroffen werden, die eine Privatnutzung des Fahrzeugs ausschließen, sowie eine unbeschränkte Zugriffsmöglichkeit des Geschäftsführers auf den Pkw möglich ist.

Der Anscheinsbeweis sei ein Anzeichen dafür, dass ein vom Arbeitgeber zur privaten Nutzung überlassener Dienstwagen auch tatsächlich privat genutzt wird, aber nicht dafür, dass dem Arbeitnehmer ein Dienstwagen aus dem vom Arbeitgeber vorgehaltenen Fuhrpark privat zur Verfügung steht.
Diese Auffassung wird jedoch durch den I. Senat des BFH ausdrücklich nicht auf den Fall einer unbefugten Privatnutzung eines dem Gesellschafter-Geschäftsführer von der Gesellschaft zur Nutzung überlassenen betrieblichen Fahrzeugs übertragen.

Vor dem Sozialgericht Hannover klagte eine Arbeitnehmerin, die an dem Fußball-Turnier ihres Arbeitgebers teilgenommen ha...
28/05/2026

Vor dem Sozialgericht Hannover klagte eine Arbeitnehmerin, die an dem Fußball-Turnier ihres Arbeitgebers teilgenommen hat. Beim Fußballspiel erlitt sie eine Verletzung, die operativ versorgt werden musste. Fraglich war, ob für das Fußballturnier als betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung besteht.

Das Sozialgericht vertrat die Auffassung, dass das Fußballspielen der Klägerin zum Unfallzeitpunkt nicht in einem sachlichen Zusammenhang mit ihrer versicherten Beschäftigung stand (Az. S 22 U 120/25). Betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen können grundsätzlich vom Versicherungsschutz umfasst sein, wenn sie im Interesse des Arbeitgebers liegen, von der Unternehmensleitung getragen werden und darauf abzielen, die Zusammengehörigkeit der Beschäftigten untereinander zu fördern.

Allerdings muss eine solche Veranstaltung objektiv auf die Teilnahme der überwiegenden Anzahl der Beschäftigten angelegt sein. An dem Turnier konnte nur ein begrenzter Teil der Beschäftigten aktiv teilnehmen. Deshalb wurde der Unfall nicht als Arbeitsunfall anerkannt. Die Klage blieb erfolglos.

Bei vielen Feiertagen werden bei Minijobberinnen und Minijobbern sowie bei Arbeitgebern häufig Fragen aufgeworfen: Ist A...
18/05/2026

Bei vielen Feiertagen werden bei Minijobberinnen und Minijobbern sowie bei Arbeitgebern häufig Fragen aufgeworfen: Ist Arbeiten an Feiertagen erlaubt oder besteht ein Arbeitsverbot? Was passiert, wenn ein geplanter Arbeitstag ausfällt - besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung? Nicht alle Bundesländer haben die gleichen gesetzlichen Feiertage. Arbeitet eine Minijobberin oder ein Minijobber in einem Bundesland und wohnt in einem anderen, dann gelten die Feiertagsregelungen des Arbeitsortes. Der Sitz des Unternehmens ist in diesem Fall nicht entscheidend. Entscheidend ist immer der Arbeitsort. Individuelle Absprachen dürfen die Feiertagsregelungen nicht außer Kraft setzen.
In der Regel verbietet das Arbeitszeitgesetz die Arbeit an gesetzlichen Feiertagen. Das gilt für Minijobberinnen und Minijobber wie für alle anderen Beschäftigten. In einigen Bereichen muss jedoch auch an Feiertagen gearbeitet werden, damit beispielsweise Versorgung und Sicherheit gewährleistet ist. Das Gesetz sieht hierfür Ausnahmen vor. Minijobberinnen und Minijobber erhalten an Feiertagen ihren Verdienst, wenn der Feiertag auf einen Tag fällt, an dem sie sonst gearbeitet hätten. Das regelt das Entgeltfortzahlungsgesetz. Für Minijobberinnen und Minijobber besteht grundsätzlich keine Pflicht, die an Feiertagen ausgefallenen Stunden vor- oder nachzuarbeiten. Eine Verlagerung der Arbeitszeit auf einen normalerweise freien Tag ist nicht zulässig, wenn damit die Feiertagsregelung umgangen werden soll.

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