14/07/2026
📌Im Tarifstreit der Apotheken in Nordrhein weisen die Arbeitgeber die Kritik der Gewerkschaft Adexa zurück. Während Adexa das Angebot der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) als unzureichend bewertet und bemängelt, dass die Gehaltserhöhungen die Inflation nicht ausgleichen, verweist die TGL auf deutliche Nachbesserungen. Zudem kritisieren die Arbeitgeber, Adexa habe keine konkrete und wirtschaftlich tragfähige Gegenforderung vorgelegt. Nach Ansicht der TGL liegt das Angebot im Vergleich zu anderen Tarifabschlüssen nicht am unteren Ende. Da Apotheken steigende Personalkosten nicht über eigene Preise ausgleichen könnten, müsse die wirtschaftliche Lage berücksichtigt werden. Die TGL signalisiert weitere Verhandlungsbereitschaft.
📌Beim Spitzengespräch im Bundesgesundheitsministerium stand der Bürokratieabbau im Gesundheitswesen im Mittelpunkt. Vertreter wichtiger Verbände diskutierten über den Abbau unnötiger Vorgaben, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden. Für die Abda nahmen Präsident Thomas Preis und Rechtsbereichsleiter Michael Jung teil. Preis betonte, Dokumentationspflichten seien nur sinnvoll, wenn sie der Patientensicherheit oder Versorgungsqualität dienten. Die jüngste Apothekenreform wertete er als gelungenes Beispiel. Weiteren Handlungsbedarf sieht die Apothekerschaft unter anderem bei der Chargendokumentation und Retaxationsverfahren. Ziel müsse sein, Daten nur einmal zu erfassen und Prozesse zu vereinfachen.
📌Vor der Entscheidung des Bundestags über das Sparpaket für die gesetzlichen Krankenkassen wächst der Widerstand. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband fordert die Länder auf, das Vorhaben spätestens im Bundesrat zu stoppen. Das Paket soll die Krankenkassen ab 2027 entlasten und weitere Beitragserhöhungen verhindern. Geplant sind Ausgabenbegrenzungen für Praxen, Kliniken, Apotheken und die Pharmaindustrie sowie höhere Medikamentenzuzahlungen. Auch Apotheken sollen höhere Abschläge an die Krankenkassen leisten. Der Verband warnt vor längeren Wartezeiten, weniger Behandlungszeit und einer schlechteren Versorgung, besonders in ländlichen Regionen.