15/12/2025
𝐄𝐢𝐧 𝐕𝐞𝐫𝐞𝐢𝐧 𝐢𝐬𝐭 𝐬𝐭𝐞𝐮𝐞𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 "𝐞𝐢𝐧𝐬" – 𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐬𝐭𝐞𝐡𝐭 𝐚𝐮𝐬 𝐯𝐢𝐞𝐫 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧 🌍
Im letzten Post haben wir über das Haftungsrisiko für die Organe gemeinnütziger Einrichtungen gesprochen. Einer der häufigsten Gründe, warum es überhaupt so weit kommt, ist die fehlerhafte 𝐒𝐩𝐡ä𝐫𝐞𝐧𝐭𝐫𝐞𝐧𝐧𝐮𝐧𝐠.
Viele glauben: "Wir sind gemeinnützig, also ist alles steuerfrei." Das ist falsch!!!
Aus Sicht des Finanzamts besteht eure gGmbH oder euer Verein nicht aus einem großen Topf, sondern aus vier strikt getrennten Bereichen. Jeder Bereich hat eigene steuerliche Spielregeln (und Steuersätze!) in Bezug auf Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer:
1️⃣ Der 𝐢𝐝𝐞𝐞𝐥𝐥𝐞 𝐁𝐞𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡 (Das Herzstück): Hier fließen Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse. Steuerfolge: In der Regel steuerfrei. Hier "lebt" der gemeinnützige Zweck.
2️⃣ Die 𝐕𝐞𝐫𝐦ö𝐠𝐞𝐧𝐬𝐯𝐞𝐫𝐰𝐚𝐥𝐭𝐮𝐧𝐠 (Das Sparbuch): Hier wird Vermögen genutzt, nicht "gearbeitet". Beispiel: Zinsen, langfristige Vermietung von Immobilien. Steuerfolge: Meist ertragsteuerfrei, aber tückisch im Detail.
3️⃣ Der 𝐙𝐰𝐞𝐜𝐤𝐛𝐞𝐭𝐫𝐢𝐞𝐛 (Der "gute" Geschäftsbetrieb): Einnahmen durch Tätigkeiten, die den Satzungszweck direkt verwirklichen (z.B. Startgelder beim Sportverein, Eintritt im Museum, Betrieb einer Kita). Steuerfolge: Oft nur 7% Umsatzsteuer, keine Körperschaftsteuer/Gewerbesteuer (bis zu gewissen Grenzen).
4️⃣ Der 𝐰𝐢𝐫𝐭𝐬𝐜𝐡𝐚𝐟𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡ä𝐟𝐭𝐬𝐛𝐞𝐭𝐫𝐢𝐞𝐛: Hier verhaltet ihr euch wie ein normaler Unternehmer. Klassiker können sein: Der Bierverkauf beim Sommerfest, Bandenwerbung oder der Verkauf von Fan-Artikeln. Steuerfolge: Volle Steuerpflicht (KSt, GewSt, 19% USt) – genau wie bei einer normalen GmbH!
𝐃𝐚𝐬 𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨: Wer die Einnahmen aus dem Bierverkauf (Bereich 4) fälschlicherweise im ideellen Bereich (Bereich 1) verbucht, begeht faktisch Steuerhinterziehung. Zudem drohen Probleme mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit, weil Mittel falsch verwendet wurden.
Unser Rat bei BW Bock & Wieczerzycki Steuerberater: 𝐒𝐚𝐮𝐛𝐞𝐫𝐞 𝐁𝐮𝐜𝐡𝐡𝐚𝐥𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐬𝐭𝐞 𝐇𝐚𝐟𝐭𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐜𝐡𝐮𝐭𝐳. Wir helfen euch, jede Einnahme und Ausgabe der richtigen "Schublade" zuzuordnen, damit am Jahresende keine bösen Überraschungen warten.
Vorschau: 𝐍ä𝐜𝐡𝐬𝐭𝐞 𝐖𝐨𝐜𝐡𝐞 schauen wir uns das Fundament eurer Arbeit an: 𝐃𝐢𝐞 𝐒𝐚𝐭𝐳𝐮𝐧𝐠.
❓Hand aufs Herz: Wisst ihr bei jeder Buchung sofort, in welche der vier Sphären sie gehört?
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