10/07/2026
💡Beratertipp der Kanzlei Baker Tilly: Wenn der Nachfolger von außen kommt
Der Verkauf des eigenen Unternehmens an einen Außenstehenden galt lange als Eingeständnis des Scheiterns. Diese Sichtweise hat sich gewandelt: In vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt schlicht ein Nachfolger, der bereit und in der Lage wäre, die Verantwortung zu übernehmen. „Die externe Nachfolge ist für viele Betriebe heute der naheliegende Weg und oft die beste Lösung für alle Beteiligten", sagt Steuerberater Matthias Winkler, Partner bei Baker Tilly in Regensburg.
Stilllegung selten kostenlos
Immer mehr mittlere und große Unternehmen kaufen kleinere Betriebe auf – sie gewinnen leichter Fachkräfte, verteilen Fixkosten breiter und verhandeln günstiger. Für kleinere Betriebe bedeutet der Anschluss oft mehr Stabilität als Verlust an Eigenständigkeit. Zudem kostet auch eine Stilllegung Geld: Mitarbeiterverträge müssen abgewickelt, Verpflichtungen erfüllt werden. Stellt man diesen Aufwand dem Verkauf gegenüber, fällt die Rechnung oft anders aus als gedacht – wobei vielen Inhabern wichtiger ist, dass Mitarbeiter und Kunden eine Perspektive behalten.
Unternehmensverkauf gestalten
Die Verkäuflichkeit hängt stark vom Geschäftsmodell ab: Nischenanbieter und international tätige Firmen finden leichter Käufer als austauschbare Handelsbetriebe. Entscheidend ist auch, dass Verantwortung nicht an einer Person hängt. Steuerliche, rechtliche und betriebswirtschaftliche Aspekte greifen beim Verkauf ineinander – die richtige Struktur entscheidet, wie viel beim Verkäufer ankommt und wie reibungslos der Übergang gelingt.
👉 Mehr zu diesem Thema können Sie in unserem Beitrag aus der Mittelbayerischen Zeitung finden