ETL Schmidt & Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft & Co. Schorfheide KG

ETL Schmidt & Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft & Co. Schorfheide KG Ihr Steuerberater in der Schorfheide für Unternehmer, Freiberufler und Selbständige aller Branchen Wir sind Teil der ETL-Gruppe.

Schmidt & Partner ist eine moderne Steuerberatungskanzlei in Finowfurt. Unser 17-köpfiges Team betreut kleine und mittelständische Unternehmen aller Branchen in steuerlichen, rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter sichern wir durch engagierte Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung an der ETL-Akademie. Die ETL-Gruppe ist in Deutschland mit

950 Kanzleien vertreten und darüber hinaus in mehr als 50 Ländern weltweit mit über 1.300 Standorten präsent. ETL ist Marktführer im Bereich Steuerberatung und gehört zu den Top 5 der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland mit 13.800 Mitarbeitenden allein in Deutschland. Das partnerschaftliche und vertrauensvolle Miteinander steht in der ETL-Gruppe im Mittelpunkt der Beziehungen zu unseren Mandanten und innerhalb unseres Teams.

💼💡 Gebuchte Hotelzimmer, Ferienwohnungen und andere Unterkünfte gehören in vielen Unternehmen zum Alltag. Mitarbeiter si...
01/06/2026

💼💡 Gebuchte Hotelzimmer, Ferienwohnungen und andere Unterkünfte gehören in vielen Unternehmen zum Alltag. Mitarbeiter sind auf Baustellen, bei Montageeinsätzen, an Kundenstandorten oder bei Veranstaltungen unterwegs. Die Kosten werden als Betriebsausgaben gebucht und fließen häufig in die Kalkulation ein. Drei Urteile des Bundesfinanzhofes (BFH) vom 15. Januar 2026 zeigen nun, dass solche Aufwendungen auch gewerbesteuerlich genauer eingeordnet werden müssen.

Gewerbesteuerliche Hinzurechnung

📈 Verschiedene Betriebsausgaben, z. B. bestimmte als Aufwand verbuchte Miet- und Pachtzinsen werden dem Gewinn für Zwecke der Gewerbesteuer teilweise wieder hinzugerechnet. Damit soll erreicht werden, dass ein Unternehmen, welches z. B. ein Gebäude kauft und dafür Zinsen zahlt, gewerbesteuerlich nicht völlig anders behandelt wird als ein Unternehmen, das dasselbe Gebäude mietet. Das gilt aber nur, wenn die gemieteten Wirtschaftsgüter bei unterstelltem Eigentum zum Anlagevermögen des Unternehmens gehören würden.

Bei Hotelzimmern, Ferienwohnungen und Mitarbeiterunterkünften ist deshalb entscheidend, ob diese nach dem konkreten Betriebskonzept dauerhaft für den Betrieb gebraucht werden. Ist dies der Fall, kommt es grundsätzlich zur gewerbesteuerlichen Hinzurechnung. Für aktuelle Erhebungszeiträume ist dabei außerdem zu beachten, dass die Hinzurechnung erst greift, soweit die maßgeblichen Entgelte zusammen den Freibetrag von 200.000 Euro übersteigen.

Entscheidend ist die dauerhafte betriebliche Nutzung

Der BFH arbeitet in allen drei Entscheidungen mit demselben Maßstab. Kurzfristige Anmietungen führen nicht automatisch zur Hinzurechnung. Sie können aber dann relevant werden, wenn sie wirtschaftlich an die Stelle einer langfristigen Anmietung treten. Das ist insbesondere denkbar, wenn ein Unternehmen immer wieder dieselben Unterkünfte nutzt oder regelmäßig vergleichbare Unterkünfte benötigt.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/unterkunftskosten-und-gewerbesteuer-2026

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💼🌿 Wenn ein Unternehmen auf Dauer fortgeführt und sein Vermögen im Betrieb gehalten werden soll, stoßen bestehende Recht...
18/05/2026

💼🌿 Wenn ein Unternehmen auf Dauer fortgeführt und sein Vermögen im Betrieb gehalten werden soll, stoßen bestehende Rechtsformen in der Praxis mitunter an Grenzen. Die nun geplante Gesellschaft mit gebundenem Vermögen (GmgV) soll eine neue Rechtsform für Unternehmen werden, deren Vermögen dauerhaft im Betrieb gehalten werden soll. Gewinne, wie auch das Vermögen selbst, sollen nicht an Mitglieder ausgeschüttet bzw. ausgezahlt werden dürfen. 💫

Die Rechtsform ist damit auf langfristige Unternehmensentwicklung, Reinvestition und Unternehmensfortführung ausgerichtet. Den Entwurf für ein entsprechendes Rahmenkonzept haben das Bundesfinanzministerium (BMF) und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) im März 2026 veröffentlicht.

Für wen ist die neue Gesellschaftsform geeignet?

Besonders geeignet erscheint die GmgV für nachfolgegeprägte Mittelständler, wertegebundene Familienunternehmen ohne Verkaufsabsicht und profitable Unternehmen mit starkem Reinvestitionsfokus. Typischerweise geht es dabei um Betriebe, deren Fortbestand, Unabhängigkeit und langfristige Entwicklung im Vordergrund stehen und nicht die Möglichkeit, Anteile später mit Gewinn zu veräußern.

Keine Genossenschaft, aber mit ähnlichen Grundbausteinen

Auch die Mitgliedschaft soll anders ausgestaltet werden als bei vielen bekannten Gesellschaftsformen. Sie soll persönlich sein und nicht frei verkauft oder vererbt werden können. Dadurch soll verhindert werden, dass sich Beteiligungen handeln oder weitergeben lassen. Die Gesellschaft soll also nicht dafür gedacht sein, Anteile zu erwerben, zu halten und später mit Gewinn zu veräußern. Im Mittelpunkt steht vielmehr das Unternehmen selbst und nicht der Wert einer einzelnen Beteiligung.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/neue-gesellschaftsform-geplant-2026

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Viele selbständige Unternehmer arbeiten seit Jahren ausschließlich von zu Hause aus. Das gilt etwa für beratende Berufe,...
05/05/2026

Viele selbständige Unternehmer arbeiten seit Jahren ausschließlich von zu Hause aus. Das gilt etwa für beratende Berufe, IT-Dienstleister oder Sachverständige ohne externes Büro. In solchen Fällen ist das häusliche Arbeitszimmer häufig der Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit. Steuerlich geht es dann nicht nur um den laufenden Abzug von Kosten. Ebenso wichtig ist die Frage, ob der Raum dem Betriebsvermögen zugeordnet wird oder im Privatvermögen bleibt.

Neue Grenzwerte für die Zuordnungsentscheidung

Ende 2025 hat der Gesetzgeber die Grenzwerte für die Zuordnungsentscheidung in der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) angepasst. So genügt es, dass entweder die Fläche nicht mehr als 30 Quadratmeter beträgt oder der Wert nicht mehr als 40.000 Euro ausmacht. Für viele typische Homeoffice-Fälle eröffnet das erstmals oder jedenfalls deutlich leichter die Möglichkeit, den Raum im Privatvermögen zu belassen. Die neuen Grenzwerte gelten in allen offenen Fällen.

Berücksichtigung laufender Kosten

Bleibt der Raum im Privatvermögen, dürfen die mit diesem Grundstücksteil zusammenhängenden Aufwendungen jedoch anders als bislang für alle Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2025 beginnen, nicht mehr abgezogen werden.

Ab dem Jahr 2026 sind Aufwendungen für das betrieblich genutzte Arbeitszimmer also nur noch abzugsfähig, wenn eine Zuordnung zum Betriebsvermögen erfolgt.

Ist das häusliche Arbeitszimmer der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit, können die tatsächlichen anteiligen Raumkosten angesetzt. Alternativ kann die Jahrespauschale von 1.260 Euro gewählt werden. Dieses Wahlrecht gilt einheitlich für das Jahr und ist personenbezogen.

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🚗💰 Im Unternehmensalltag werden Firmenwagen häufig als Vergütungsbaustein eingesetzt – auch bei Teilzeitkräften, Minijob...
27/04/2026

🚗💰 Im Unternehmensalltag werden Firmenwagen häufig als Vergütungsbaustein eingesetzt – auch bei Teilzeitkräften, Minijobbern oder in Familienbetrieben. Doch wenn Arbeitslohn ganz oder weitgehend durch die private Nutzung eines Firmenwagens abgegolten wird, erfüllt dies nicht den gesetzlichen Mindestlohnanspruch. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) in zwei Urteilen (Urteile vom 13. November 2025 – B 12 BA 6/23und B 12 BA 8/24) entschieden.

Die beiden Fälle im Überblick

Im ersten Verfahren ging es um einen Monteur in Teilzeit mit 43,5 Arbeitsstunden monatlich und einer vereinbarten Vergütung von 398 Euro (Mindestlohn 2015/2016: 8,50 Euro). Diese Vergütung wurde durch die Überlassung eines Firmenfahrzeugs erbracht. Das zweite Verfahren betraf zwei Teilzeitkräfte, deren Bruttogehälter ebenfalls im Wesentlichen durch die Fahrzeugüberlassung abgegolten werden sollten. In beiden Fällen forderte die Rentenversicherung Beiträge und Umlagen auf den gesetzlichen Mindestlohn nach.

🚫 Der Firmenwagen ersetzt keine Geldzahlung

Das Bundessozialgericht hat klargestellt, dass der gesetzliche Mindestlohn in Geld zu zahlen ist. Damit bestätigt es die bereits vom Bundesarbeitsgericht (Urteil vom 25. Mai 2016 – 5 AZR 135/16) vertretene Linie. Durch die Überlassung eines Firmenwagens wird dieser Anspruch nicht erfüllt. In beiden Verfahren hob das Gericht die Entscheidungen der Landessozialgerichte auf und bestätigte die Nachforderungen der Deutschen Rentenversicherung.

Nach Auffassung des Gerichts ergibt sich diese Entscheidung bereits aus dem Wortlaut des Mindestlohngesetzes. Dort ist von der Zahlung eines Arbeitsentgelts in Euro die Rede. Danach kann der gesetzliche Mindestlohnanspruch nicht durch Sachleistungen erfüllt werden. Das gilt auch für die Überlassung eines Firmenwagens.

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Kein Scherz: der Bundesfinanzhof musste sich gleich mehrfach mit der Frage befassen, was passiert, wenn in einer mündlic...
14/04/2026

Kein Scherz: der Bundesfinanzhof musste sich gleich mehrfach mit der Frage befassen, was passiert, wenn in einer mündlichen Verhandlung ein Richter einschläft. 🤔💤 Die kurze Antwort lautet wie so oft im Steuerrecht: Es kommt darauf an. Nicht jedes geschlossene Augenlid ist gleich ein Verfahrensmangel. Wenn aber ein Richter wesentliche Teile der Verhandlung verschläft, kann das Urteil angreifbar sein.

🏛️💼 Richter müssen aufmerksam zuhören können

Wer vor Gericht zieht, muss darauf vertrauen können, dass alle Richter dem Verfahren aufmerksam folgen. Nur dann ist gewährleistet, dass das Urteil auf dem beruht, was in der Verhandlung tatsächlich gesagt, erörtert und gewürdigt wurde. Genau dieses Vertrauen wollte der Bundesfinanzhof in seiner aktuellen Entscheidung vom 12. Februar 2026 (V B 64/24) wiederherstellen.

Schnarchen ist zu viel der Entspannung

In dem aktuellen Fall hatte ein ehrenamtlicher Richter während der mündlichen Verhandlung geschnarcht. Nach den Schilderungen der Beteiligten steht fest, dass der ehrenamtliche Richter geschlafen hat. Da dem Schnarchen typischerweise eine nicht nur kurze Zeit der Unaufmerksamkeit und des Schlafens vorausgeht, steht zur Überzeugung des BFH fest, dass der ehrenamtliche Richter zumindest Teilen und damit wesentlichen Vorgängen der mündlichen Verhandlung nicht gefolgt ist.

Wenn ein Richter für eine nicht nur unerhebliche Zeit schläft und dadurch wesentlichen Vorgängen nicht mehr folgen kann, gilt das Gericht als nicht ordnungsgemäß besetzt. Die Folge war deutlich. Das finanzgerichtliche Urteil wurde aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung zurückverwiesen.

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🔍💼 Steuerfrei oder nicht – das war wieder einmal die Frage, mit der sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem Ur...
07/04/2026

🔍💼 Steuerfrei oder nicht – das war wieder einmal die Frage, mit der sich der Europäische Gerichtshof (EuGH) in seinem Urteil vom 5. März 2026 (C – 472/24) befassen musste. Konkret ging es um die Frage der Steuerbefreiung für Umsätze mit gesetzlichen Zahlungsmitteln gemäß Art. 135 der Mehrwertsteuersystemrichtlinie. Nicht alles, was digital wie Geld wirkt, ist umsatzsteuerlich auch wie Geld zu behandeln. Diese Abgrenzung hat der EuGH für Spielgold aus einem Online-Spiel geschärft.

Ist Spielgold echtes Geld? 🎮💰

Im vorliegenden Fall des EuGH ging es um ein litauisches Unternehmen, dessen Haupttätigkeit darin besteht, virtuelle Währungen („Gold“) eines Online-Videospiels („Runescape“) durch Umtausch in konventionelle Währungen zu kaufen und weiterzuverkaufen. Das Unternehmen behandelte die Umsätze als umsatzsteuerfrei.

Wann ist eine virtuelle Einheit ein Zahlungsmittel?

Der EuGH hatte bereits 2015 entschieden, dass Umsätze, die sich auf nicht-konventionelle Währungen beziehen, Finanzgeschäfte darstellen und steuerbefreit sind, soweit diese Währungen als alternatives Zahlungsmittel zu den gesetzlichen Zahlungsmitteln akzeptiert werden und sie keinem anderen Zweck als der Verwendung als Zahlungsmittel dienen.

Verwendung nur im Online-Spiel ist steuerschädlich

Im aktuellen Sachverhalt stellte das Gericht fest, dass das „Gold“ keinem anderen Zweck diente als dem, in einem Online-Videospiel verwendet zu werden. Es stellt daher keine Währung dar, die außerhalb dieses Online-Videospiels als Zahlungsmittel zum Erwerb echter Gegenstände oder Dienstleistungen akzeptiert wird. Daher erfüllt das „Gold“ des Online-Videospiels („Runescape“) nicht die oben genannten Voraussetzungen. Folglich können Umsätze des An- und Verkaufs von „Spielgold“ nicht von der Steuer befreit werden.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/virtuelle-waehrungen-als-zahlungsmittel-2026

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🤩💼💰 Influencer oder Streamer zu sein, ist für manche nur ein Hobby, für andere ein knallhartes Geschäftsmodell. Die rich...
30/03/2026

🤩💼💰 Influencer oder Streamer zu sein, ist für manche nur ein Hobby, für andere ein knallhartes Geschäftsmodell. Die richtige steuerliche Einordnung vorzunehmen, ist nicht immer einfach. Beispielsweise wirken freiwillige Zahlungen aus der Community – sogenannte Donations – oft wie bloße Unterstützung.

Sind Donations ertragsteuerlich Betriebseinnahmen? 🤔💸

Betriebseinnahme ist grundsätzlich alles, was ein Unternehmer in Geld oder Geldeswert erhält und betrieblich veranlasst ist. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg (FG) hat sich in seinem Urteil vom 12. Juni 2025 (14 K 14067/24) mit der Frage befasst, ob solche freiwilligen Zahlungen ertragsteuerlich steuerbare und steuerpflichtige Betriebseinnahmen sein können.

Im Streitfall unterhielt ein Journalist einen Blog, auf dem er fast täglich Beiträge zu tagesaktuellen Themen veröffentlichte. Die Inhalte waren frei zugänglich, jedoch wies der Steuerpflichtige in jedem Beitrag darauf hin, dass Zahlungen zur Unterstützung an ihn geleistet werden können. Innerhalb von drei Jahren kamen so rund 178.000 Euro an Einnahmen zustande. Der Steuerpflichtige versteuerte diese nicht, sondern betrachtete sie als Schenkungen, die bezogen auf den einzelnen Schenker jeweils unter den maßgeblichen schenkungsteuerlichen Freibeträgen lagen.
Finanzgericht sieht Erwartungshaltung des Steuerpflichtigen

Das Finanzgericht folgte dieser Argumentation nicht.

Die freiwilligen Zahlungen der Leser stünden in Verbindung zu der Veröffentlichung der Beiträge auf dem Internetblog. Aus Sicht des FG haben die Leser die Zahlungen geleistet, um für veröffentlichte Beiträge eine Vergütung zu zahlen und/oder um die Fortführung des Internetblogs mitzufinanzieren.

❗Ob Donations für Online-Angebote der Umsatzsteuer bzw. der Einkommensteuer unterliegen, muss im Einzelfall geprüft werden. Nun muss der BFH darüber urteilen, welche genauen Kriterien bei der steuerlichen Beurteilung von Donations maßgebend sind.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/donations-an-influencer-2026-steuerpflichtig

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🚗💼 Werden Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen nicht an ihrem Arbeitsplatz (erste Tätigkeitstätte) tätig, sondern führen...
23/03/2026

🚗💼 Werden Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen nicht an ihrem Arbeitsplatz (erste Tätigkeitstätte) tätig, sondern führen Geschäfts- und Dienstreisen durch, kann der Arbeitgeber die dafür anfallenden Aufwendungen für Fahrtkosten steuerfrei erstatten. Voraussetzung ist, dass keine höheren Beträge erstattet werden, als der Arbeitnehmer als Werbungskosten abziehen könnte.

Welche Aufwendungen können Arbeitgeber steuerfrei erstatten? 💸🚗

Führt der Arbeitnehmer berufliche Fahrten mit dem privaten Pkw durch, können die tatsächlich entstehenden Aufwendungen mit einem individuellen Kilometersatz steuerfrei vom Arbeitgeber ersetzt werden. Anstelle der tatsächlichen Aufwendungen können jedoch auch die Fahrtkosten mit den pauschalen Kilometersätzen angesetzt werden, die nach dem Bundesreisekostengesetz festgesetzt sind.

Ansatz der tatsächlichen Aufwendungen

Für die Berechnung des individuellen Kilometersatzes muss der Arbeitnehmer die Gesamtkosten für den Pkw und die Jahreskilometerleistung aufzeichnen. Zu den Gesamtkosten gehören beispielsweise die Benzinkosten, Reparaturkosten, Kfz-Steuer und -versicherungen, die Abschreibung oder auch die Leasingsonderzahlung. Die Leasingsonderzahlung muss für die Berechnung des Kilometersatzes auf den Leasingzeitraum verteilt werden. Für die Abschreibung wird eine Nutzungsdauer des Pkw von sechs Jahren unterstellt.

Ansatz des pauschalen Kilometersatzes

Anstatt eines individuellen Kilometersatzes besteht für Arbeitgeber die Möglichkeit, Arbeitnehmern je nach Verkehrsmittel, einen pauschalen Kilometersatz steuerfrei zu erstatten. Die Höhe ist im Bundesreisekostengesetz festgelegt. Danach dürfen bei Nutzung eines Pkw 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer erstattet werden. Für alle anderen motorbetriebenen Fahrzeuge, wie Motorräder, Motorroller, Mopeds, Mofas oder Elektrofahrräder, gibt es immerhin noch 0,20 Euro pro Kilometer.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/fahrtkosten-bei-dienstreisen-2026

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🥂🥳 Wer lange Jahre für ein Unternehmen tätig war, soll beim Eintritt in den Ruhestand angemessen verabschiedet werden. D...
16/03/2026

🥂🥳 Wer lange Jahre für ein Unternehmen tätig war, soll beim Eintritt in den Ruhestand angemessen verabschiedet werden. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dazu mit Urteil vom 19. November 2025 (VI R 18/24) entschieden, dass die Aufwendungen für eine solche Verabschiedungsfeier grundsätzlich nicht zu Arbeitslohn führen, wenn es sich um eine Feier des Arbeitgebers handelt. Damit stellt sich der BFH gegen die Auffassung der Finanzverwaltung.

Kosten der Verabschiedung führen nicht zu Arbeitslohn

Gegenstand des Verfahrens war ein Empfang eines Geldinstituts anlässlich des Ausscheidens des damaligen Vorstandsvorsitzenden. Die Veranstaltung fand in den Geschäftsräumen der Unternehmenszentrale statt und wurde durch ein internes Organisationsgremium vorbereitet. Eingeladen waren rund 300 Personen, darunter Vorstandsmitglieder, ausgewählte Mitarbeiter, der Verwaltungsrat sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, von Verbänden und Kammern, aus Kultur und Presse. Außerdem wurden acht Familienangehörige des Vorstandsvorsitzenden als Gäste eingeladen. Im Rahmen des Empfangs wurde zugleich der neue Vorstandsvorsitzende vorgestellt.

📝💼 Das Finanzamt sah in den Aufwendungen Arbeitslohn und verlangte nachträglich Lohnsteuer vom Arbeitgeber. Denn die Aufwendungen seien dem Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil zuzurechnen. Dagegen klagte der Arbeitnehmer. Das Finanzgericht gab der Klage weitgehend statt, und der BFH bestätigte die Entscheidung im Ergebnis.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/feier-anlaesslich-des-ruhestands-2026

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Gekauft, kurz genutzt, wieder verkauft – und am Ende Streit mit dem Finanzamt. Ist der Verkauf eines Wohnmobils mit Luxu...
11/03/2026

Gekauft, kurz genutzt, wieder verkauft – und am Ende Streit mit dem Finanzamt. Ist der Verkauf eines Wohnmobils mit Luxusausstattung als privates Veräußerungsgeschäft steuerpflichtig? Mit dieser Frage hatte sich der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 27. Januar 2026 (IX R 4/25) auseinanderzusetzen.

Wohnmobil als Büroersatz

Ein Ehepaar hatte im Juni 2020 ein neues Wohnmobil für rund 323.000 Euro angeschafft und es tageweise als Hotelersatz und Büro auf Rädern vermietet. Diese Einkünfte wurden versteuert. Im März 2021 wurde das Wohnmobil für rund 315.000 Euro wieder veräußert, der Buchwert betrug zu diesem Zeitpunkt rund 300.000 Euro. Das Finanzamt behandelte den Verkauf als steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft und setzte unter Hinzurechnung der Abschreibungen einen steuerpflichtigen Gewinn von rund 15.000 Euro an.

Der Verkauf von Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt, ist grundsätzlich steuerpflichtig. Diese Frist verlängert sich sogar auf 10 Jahre, wenn das Wirtschaftsgut, wie im vorliegenden Fall, zur Erzielung von Einkünften genutzt wird. Gewinne aus einem solchen Verkauf bleiben nur steuerfrei, wenn sie im Kalenderjahr weniger als 1.000 Euro betragen. Diese Grenze war hier überschritten.

BFH verneint privates Veräußerungsgeschäft

Der BFH hat ein hochpreisiges Wohnmobil im konkreten Fall als Gegenstand des täglichen Gebrauchs eingeordnet. Der Gewinn aus dem Verkauf war daher nicht steuerbar als privates Veräußerungsgeschäft.

Der BFH stellt in seinem Urteil klar, dass die Einordnung als Gegenstand des täglichen Gebrauchs und damit die Steuerfreiheit nicht daran scheitert, dass der Gegenstand teuer ist oder nicht in jedem Haushalt üblicherweise vorkommt. Ebenso wenig führt eine Vermietung automatisch aus der Steuerfreiheit heraus, wenn der Gegenstand bei objektiver Betrachtung ein Nutzungsobjekt ist und typischerweise dem Wertverzehr unterliegt.

Ausführliche News 📰👉🏻 https://kanzlei.etl.de/sp-finowfurt/news/luxus-wohnmobil-steuerfrei-verkaufen-2026

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Schorfheide
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